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MEINE STORY

Von Giraffenhals-Elefanten & der Suche nach dem Glück

Daniela Klampfer, Persönliches

22 March 2016

Keine Ahnung, wie viele (erfolglose) Blogs & Artikel ich geschrieben und ungesehene Youtube Videos ich produziert habe. Wie viele Orakelkarten ich im Laufe der Jahre gezogen und Selbsthilfe-Bücher verschlungen habe. Ich habe alles ausprobiert, von Rohkost-Kuren über Chakren-Reinigung bis hin zu Gesprächen mit Elfen (wobei das ganz nett war, muss ich sagen ;D). Manifestieren ohne Ende, Gesetz der Anziehung hoch 1000… Self-Development, Transformation.. Bullshit!

Seit ich 15 bin beschäftige ich mit solchen Dingen. Aber nochmal ein bisschen zurück.. ich war ein talentiertes Kind, immer beliebt, groß und schlank, nicht ganz hässlich und mit einer wunderschönen Stimme gesegnet. Immer 1er. Stets höflich. Im Prinzip, perfekt, von außen betrachtet. Doch genau das brachte viele Neider auf den Plan.. spätestens in der Hauptschule, in einem Haufen pubertierender Jugendlicher die verschiedener nicht sein konnten, wurde das Vergleichen unerträglich.

Ich war immer schon sensibel und feinfühlig, eher ruhig und ernst. Wie oft ich den Satz „Du bist ganz schön reif für dein Alter“ inzwischen gehört habe… ich weiß es nicht! Jedenfalls war es mir immer extrem wichtig, was andere von mir dachten. Ich wollte immer, dass alles harmonisch ist. Keinen Streit. Keine Ablehnung. Und bloß niemanden, der mich nicht mag! (Gott bewahre!!) Nun, dass sowas prinzipiell einfach nicht geht, wusste ich damals noch nicht. Stattdessen begann ich, es allen recht zu machen. Oder besser; ich versuchte es!

Da sich andere also schlecht fühlten, weil ich groß war, musste ich kleiner werden. Logisch. Aus heutiger Sicht: Völlig verrückt! Eine Giraffe kann ja auch nicht zu einem Elefanten werden, nur weil die Welt der Tiere vielleicht beschließt dass Elefanten jetzt der Shit sind! Sie kann nicht kleiner werden.. und sie wird niemals ein Elefant sein.. oder ein Löwe. Sie kann nur den Kopf einziehen, und versuchen den Elefanten zu imitieren (man versuche sich das einmal bildlich vorzustellen..) aber das gibt auf Dauer ziemliche Nackenschmerzen.

Ich wollte lieber „Elefant“ sein als Giraffe…

Photograph by Pexels

Ja, so war meine Jugendzeit von Nackenschmerzen durchzogen.

Ich wollte nicht mehr lauter 1er haben, nicht mehr von Lehrern gelobt werden (und machte sogar einmal absichtlich Fehler in eine Schularbeit.. dann wurde es ein 3er & ich weiß nicht was davon schlimmer für mich war), ich wollte nicht mehr schlank sein (und nahm innerhalb eines Jahres 10kg zu, schlechte Haltung inklusive), und das Schlimmste: Ich hörte auf zu singen und wollte nicht dass mich jemand hört. Somit kamen lediglich meine Katzen in den Genuss meiner Stimme, wenn ich alleine zuhause war. Und die Liste ließe sich erweitern!

Auf den ersten Blick sah ich dafür nun aus wie ein Elefant.. toll, oder?

Nur, dass ich eben keiner war.. aber bis ich das selber realisierte, sollten noch ein paar Jahre vergehen.

Die „Nackenschmerzen“ führten erstmal dazu, mich auf die Suche nach Linderung zu begeben. Einstieg ins Reich der „Hilfe zur Selbsthilfe“.. Ausführungen siehe vorige Seite. Ja, ich hatte das Gefühl „voran“ zu kommen. Die Massagen taten dem langen Hals gut, der sich inzwischen irgendwie verknotet hatte, bei dem Versuch, ihn durch die Beine hindurchzuquetschen. Doch stets blieb das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Und der Erfolg blieb auch aus!

Dabei wusste ich tief in mir, dass ich doch eigentlich groß war..

Nun, ich lief immer noch als verknoteter Giraffenhals-Elefant herum! DAS war das Problem. Da halfen auch die Chakren Reinigungen und Lichtkegel nichts…

Eigentlich war ich doch eine „Giraffe“.

Photograph by Gabriella Herlaar  via Pexels

Nun, ein bisschen lockerte sich die Verknotung. Langsam, ganz langsam wollte ich wieder eine Giraffe sein. Aber erst nach dem absoluten SUPERGAU, schaffte ich es meinen Hals aus der Schlinge zu ziehen! Von diesem Erlebnis erzähle ich dir vielleicht ein andermal, es würde wohl Stoff für einen ganzen Hollywood Blockbuster geben..

Aber danach realisierte ich, was ich wirklich bin.

Ich streckte meinen Kopf nach oben, schüttelte die Gliedmaßen aus und lebte fortan wieder als Giraffe!

Ende gut, alles gut. 

Haha, naja vielleicht nicht ganz. Ich bin immer noch dabei, mich von den Verspannungen zu lösen. Aber es lebt sich so viel leichter, wenn man einfach nur Giraffe ist. Und das Schöne dabei, was ich auch dir mit auf den Weg geben möchte:

Du bist, warst und wirst immer ein  (entsprechendes Tier hier einfügen) sein, egal wie sehr du dich verbiegst.

Und in der Sekunde in der du das erkennst bist du wieder völlig frei!

HEUTE: Singe ich wieder..und trotz der ewig langen Pause habe ich es auf die Musik-Uni geschafft. Manchmal kann ich das immer noch nicht ganz glauben! Ich stehe zu mir, habe Gefallen an meiner Größe und möchte andere daran teilhaben lassen.

WOZU? Warum das Ganze, könnte man fragen. Hätte ich doch immer bewusst als Giraffe gelebt, wer weiß wo ich heute schon wäre. Ja, wer weiß! Vielleicht auf den großen Opern-Bühnen dieser Welt. Vielleicht.. und vielleicht wäre ich auch einfach nur überheblich geworden. Vielleicht würde ich es nicht schätzen können. Vielleicht hätte ich keinen Tiefgang. Vielleicht. Vielleicht auch schon, wer weiß.

FAKT IST, durch meine „Suche“ habe ich mich – paradoxerweise – viel besser kennengelernt. Weil ich jetzt weiß, wie sich das Gegenteil anfühlt. Weil ich Mitgefühl entwickelt habe. Und gelernt habe, was wirklich wichtig ist! Die schwierigsten Dinge in unserem Leben sind oft die aller wichtigsten. Die, aus denen wir am meisten lernen.

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